FRIEDEN ein Ensembleprojekt der AG Theater Rämibühl

Am 31. März 2026 durfte ich das Ensembleprojekt FRIEDEN der Theater AG Rämibühl in der Rolle einer Schulleiterin eröffnen. Das Stück setzt sich mit der fiktiven Umsetzung der sicherheitspolitischen Strategie des Bundes an einer Kantonsschule auseinander und stellt die Fragen ins Zentrum, die sich daraus für die Schülerinnen und Schüler ergeben.
Wofür würde ich kämpfen? Für wen? Wäre ich bereit, mein Leben zu riskieren – oder gar zu töten?
Die Auseinandersetzung mit Krieg und Frieden gehört zu den schwierigsten und zugleich notwendigsten Aufgaben unserer Zeit. Umso beeindruckender ist es, mit welcher Ernsthaftigkeit, Differenziertheit und gestalterischen Kraft sich die Schülerinnen und Schüler des AG Theater Rämibühl diesem Thema widmen. Es gelingt ihnen, hochkomplexe sicherheitspolitische Fragen in ein Theaterformat zu übersetzen, das berührt, irritiert und zum Weiterdenken zwingt.
Was bedeutet es für eine junge Generation, wenn Begriffe wie Resilienz, Aufrüstung oder Verteidigungsfähigkeit wieder Teil der politischen Realität werden? Welche Verantwortung tragen Entscheidungsträgerinnen und wie werden ihre Entscheide von jenen erlebt, die am Anfang ihres politischen und gesellschaftlichen Lebens stehen und langfristig mit den Konsequenzen leben müssen?
Im Anschluss folgte ein offenes Gespräch mit den Beteiligten und dem Publikum, in dem die im Stück aufgeworfenen Fragen gemeinsam weitergedacht wurden.
Ein grosser Applaus und ein herzlicher Dank an das Ensemble des AG Theater Rämibühl für diesen eindrücklichen und gelungenen Abend.