Demokratie ist mehr als nur die Macht des Volkes
Über das Verhältnis zur EU, die Demokratie in der Schweiz und die geopolitischen Verschiebungen und Strategien weltweit: ein Interview im Bund – und im Tages Anzeiger.
Über das Verhältnis zur EU, die Demokratie in der Schweiz und die geopolitischen Verschiebungen und Strategien weltweit: ein Interview im Bund – und im Tages Anzeiger.
Was waren die Ursachen der Finanzkrise? Welche Lektionen hat man gelernt? Wie wirkt sich die Liquiditätsschwemme bis heute aus und was folgt auf das Nullzins-Malaise? Ausserdem: Stehen wir vor einem erneuten Einbruch? Ein Gespräch mit dem Schweizer Wirtschaftshistoriker Tobias Straumann in NZZ Standpunkte.
Komplex, vernetzt, abhängig, nachhaltig, gemeinsam, kollaborativ – Gesellschaft, Verantwortung, Kooperation, Offenheit, Inklusion, Innovation (wichtig) – Disruption, Populismus, Extremismus, Unsicherheit, Misstrauen, Angst, Instinkt, Barrikaden – Klimawandel, Terrorismus, Protektionismus – Frauen, Elternurlaub, Kinderbetreuung – Waschmaschinen, Solarzellen: ein Streifzug durch das WEF 2018 in Davos.
Philosophen der Aufklärung haben Religion mehrfach für obsolet erklärt, doch sie lebt munter fort. Ein Gespräch mit dem Theologen Friedrich Wilhelm Graf über den Zustand des Christentums, den Appeal des Islam und den Glauben in der Gegenwart in NZZ Standpunkte.
Wird heute über Besetzung von Verwaltungsräten diskutiert, geht es bereits nicht mehr um mehr Frauen, sondern um junge, digital versierte Männer. – Warum mich das ungute Gefühl beschleicht, die Digitalisierung drohe, diese Entwicklung wieder zurückzuwerfen.
Das Internet hat die Medienwelt fundamental verändert. Gab es früher Nachrichtenmonopole, kann sich heute jeder via die sozialen Medien selber in Szene setzen. Die Folge sind kakophonische Meinungsvielfalt und gezielte Stimmungsmache, auf deren Basis politische Unrast gedeiht. Die Informationsgesellschaft droht in eine Desinformationsgesellschaft zu kippen. NZZ Standpunkte mit dem deutschen Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen.
Die Epoche der freisinnigen Hegemonie in der Schweiz ist lange vorbei. Parallel zum Aufstieg der SVP begann in den 90-Jahren der schleichende Niedergang der FDP. Doch heute wittert die Partei nach Wahl- und Abstimmungssiegen Morgenluft. In einer immer komplexeren Welt scheint politischer Realismus wieder mehr gefragt als Stimmungsmache rechter und linker Provenienz. NZZ Standpunkte mit der FDP-Parteipräsidentin Petra Gössi.
Nach Finanz-, Wirtschafts- und Flüchtlingskrise stecken wir in einer Krise der Demokratie. Zur Debatte stehen nicht nur Freihandel und internationale Kooperation, sondern auch unsere eigenen politischen und gesellschaftlichen Institutionen. Die politische Philosophie bietet Grundsätze, an denen zu orientieren sich immer noch lohnt. Referat und Gespräch am Zuger Dialog vom 24. Oktober 2017.
Ob Unternehmenssteuer oder Altersvorsorge: In der Schweiz scheitern wichtige Reformen. Wieso? Liegt das Problem bei Politikern, bei Parteien – oder bei Medien, welche Politik immer stärker boulevardisieren und personalisieren? Die Diskussion in der SRF Arena.
Die russische Oktoberrevolution von 1917 gehört zu den wichtigsten politischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts. Aus dem Staatsstreich einer radikalen linken Avantgarde entwickelte sich ein totalitäres Macht- und Gewaltsystem, das die Welt jahrzehntelang in Atem hielt. Mit dem Sturz der Sowjetunion 1991 schien der Spuk ein Ende zu haben. Doch zerschlugen sich unter Putin die Hoffnungen auf Eintracht in einem gemeinsamen europäischen Haus. NZZ Standpunkte mit dem St. Galler Slawisten und Russlandkenner Ulrich Schmid.
Hört man die Unkenrufe auf einen möglichen Wechsel von Bundesrat Berset ins Aussenministerium, könnte man meinen, ein Aussenminister mache die Aussenpolitik allein – und kein Dossier sei den bürgerlichen Parteien wichtiger als die Europapolitik. Beides ist nicht der Fall. Ein Kommentar in der AZ Nordwestschweiz.
In einem von Populismen durchgeschüttelten Europa stellt Deutschland noch immer eine verlässliche Grösse dar. Die Aufmerksamkeit ist daher hoch, wenn am 24. September der neue Bundestag gewählt wird. Erwartet wird eine Weiterführung des «Systems Merkel», das zwar Stabilität garantiert, aber auch eine Alternativlosigkeit entfaltet, die einer freiheitlichen politischen Kultur zuwiderläuft. NZZ Standpunkte mit dem deutschen Staats- und Verfassungsrechtler Udo di Fabio.
Ein unberechenbarer Trump, ein Hoffnungsträger Macron und eine unantastbare Kanzlerin Merkel – und weshalb es Zeit wird, sich wieder auf Tugenden zu einigen. Ein Monatsgespräch im Walliser Boten.
Unter diesem Titel erscheinen im Oktober meine politikphilosophischen Essays 2011-2017 bei NZZ Libro.
Wo sich in der globalisierten Welt die Krisen jagen, ist die Schweiz noch immer ein Hort von Stabilität und Prosperität. Monika Bütler sagt in NZZ Standpunkte, warum.
Die jüngste Schlappe in Grossbritannien für Theresa May, der Coup von Emmanuel Macron in Frankreich, die schicksalshafte Wahl von US-Präsident Donald Trump: Die Weltpolitik wird regelmässig erschüttert. Konstant scheint einzig die Inkonstante. Ein Gespräch im SRF Club über unser Leben in einem Zeitalter der radikalen Ungewissheit.
Die Einigung Chinas und sein Aufstieg zur Weltmacht gehört zu den Kernentwicklungen unserer Epoche. Ein Gespräch mit dem China-Kenner Helwig Schmidt-Glintzer in NZZ Standpunkte.
Hamed Abdel-Samad ist ein profilierter Kritiker des Islamismus wie des Islam. Als ehemaliger Muslimbruder kennt er den Jihadismus von innen. Angesichts des grassierenden jihadistischen Terrors diagnostiziert Abdel-Samad eine Gewaltbereitschaft, die im Koran selber durch die Verbindung von Religionsstiftung und Machtpolitik angelegt sei. Er hält es an der Zeit, das Buch einer neuen Lesart zuzuführen. Ein äusserst lehrreiches Gespräch in NZZ Standpunkte.
Das Nein zur USR III ist eine «historische» Niederlage für die Bürgerlichen und die Wirtschaft. Die Politikphilosophin Katja Gentinetta fordert ein verstärktes Engagement der Unternehmer. Sie müssten vermehrt mit ihrer Belegschaft reden. Ein Interview in Watson.
Der Liedermacher und Poet Wolf Biermann ist ein eminenter Zeuge des 20. Jahrhunderts. Als bekennender Kommunist war er lange der Barde der DDR und der wirkungsmächtigste Poet der deutschen Teilung. In Biermanns Autobiographie wird offenbar, welche Faszination vom Kommunismus ausging und welche Abgründe sich mit ihm verbanden. NZZ Standpunkte mit dem deutschen Liedermacher Wolf Biermann über seine prägende Hamburger Kindheit, sein Leben in der DDR zwischen Anpassung und Widerstand sowie seine geistige Befreiung nach 1989.